Save the date: 11. und 12. Juni 2024 
Symposium Kulturbauten der Zukunft

Zahlreiche Kulturbauten in Deutschland müssen in den kommenden Jahren modernisiert werden. Wir von der Stiftung Neues Konzerthaus München befassen uns mit Fragen wie: Was müssen Kulturbauten zwischen künstlerischer Tradition und zukunftsgewandten Ansprüchen leisten? Wie können Kulturbauten für die Gesellschaft geöffnet und junge Zielgruppen begeistert werden? Welche Maßnahmen braucht es zur erfolgreichen Umsetzung solcher Großprojekte?

Darüber unter anderem sprechen wir mit hochrangigen Expertinnen und Experten bei unserem öffentlichen

Symposium
Kulturbauten der Zukunft

am 11. und 12. Juni 2024 im Technikum im Münchner Werksviertel

Die Veranstaltung zeigt künftige Anforderungen auf, gibt relevante Impulse und bietet Antworten auf zentrale Fragen zu Kulturbauten in Zeiten einer sich wandelnden Gesellschaft.

Programm

Dienstag, 11. Juni

12:30

Führung Werksviertel – Kunst und Architektur (mit gesonderter Anmeldung)

  • Dr. Martina Taubenberger

14:00

Eröffnung

  • Mathieu Wellner, Moderation
  • Anna Kleeblatt, Vorsitzende des Vorstands Stiftung Neues Konzerthaus München

Aufgaben der Kultur in der Gesellschaft der Zukunft | Keynote

  • Oona Horx Strathern, Zukunftsforscherin

Wie stellt man den Nutzer:innenbedarf der Zukunft für Kulturorte fest? (Keynote)

  • Jan David Hanrath, Ministerium für Vorstellungskraft

3. und 4. Orte im Kulturbetrieb | Impulsvorträge und Diskussion

  • Anja Adam, Foyer Public Basel
  • Markus Korselt, Stuttgarter Kammerorchester

Wer ist der bessere Bauherr? Was macht ihn aus? | Impulsvorträge und Diskussion

  • Regula Lüscher, Stadtmacherin
  • Bernhard Utz, Salzburger Landestheater
  • Max Wagner, Beisheim Stiftung
  • Lydia Haack, Bayerische Architektenkammer

Bedeutung von Kulturbauten in Bayern | Impulsvortrag

  • Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst

Konzerthaus der Zukunft | Diskussion

  • Stephan Gehmacher, Philharmonie Luxembourg
  • Dr. Raphael von Hoensbroech, Konzerthaus Dortmund

20:00

Get together

22:00

Ende der Veranstaltung

Änderungen vorbehalten

Mittwoch, 12. Juni

03:55

Besuch eines Konzerts des Projekts „When The Sun Stands Still“
(optional nach Anmeldung, begrenzte Teilnehmer:innenanzahl)

09:30

Begrüßung

  • Mathieu Wellner, Moderation
  • Anna Kleeblatt, Vorsitzende des Vorstands Stiftung Neues Konzerthaus München

Mutige Kulturbauten | Keynote

  • Peter Haimerl, Peter Haimeri Architektur

Welches Verfahren ist das richtige? Ausschreibung im Bau | Vortrag

  • Tilman Class, Class Rechtsanwälte

Wie verbindet sich ein Kulturbau mit dem Stadtraum? | Impulsvortrag

  • Dr. Martina Taubenberger

Kommunikation bei Bau und Sanierung | Impulsvorträge und Diskussion

  • Michael Amtmann, Gasteig München GmbH
  • Jens Breder, Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorf

State of the Art Architektur im Kulturbau-multifunktionale Nutzung in Funktionsräumen und Verkehrsflächen | Impulsvorträge und Diskussion

  • Stephan Schütz, gmp
  • Jette Hopp, Snohetta Architekten Oslo
  • Andreas Fuchs, Henn Architekten

16:00

Ende der Veranstaltung

Änderungen vorbehalten

Referent:innen

ANJA ADAM

Mitglied der Leitung Theater Basel

Anja Lisa Adam studierte Musikwissenschaft und Musikpädagogik mit Hauptfach Klavier sowie gymnasiales Lehramt mit den Fächern Geschichtswissenschaften, Geographie und Anglistik/Amerikanistik an den Universitäten Erlangen, München, Würzburg. 2008 erste Begegnung mit dem Bereich Kulturvermittlung im Team der Elbphilharmonie und Laeiszhalle Hamburg. In den kommenden Jahren folgten Stationen als Vermittlerin und Projektleiterin beim Ensemble Modern in Frankfurt, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, Mozartfest Würzburg, der Carnegie Hall in New York, Stiftung Mercator Schweiz und am Theater Basel. Seither zahlreiche partizipative Projekte u.a. mit Bill Forsythe, Jörg Widmann, Dai Fujikura, Marius Felix Lange, Tom Ryser. Sie agiert außerdem als freie Kulturmanagerin und Dozentin beispielsweise an der Hochschule für Musik FHNW, der Hochschule für Musik Luzern oder am Tokyo Metropolitan Theatre.

Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Anja Adam am Theater Basel. Zunächst als Musiktheaterpädagogin und Dramaturgin. Seit 2018 entwickelt sie die grundlegende Öffnung des Theater Basel durch den Start des Foyer Public sowie weitere Projekte maßgeblich mit. Seit der Spielzeit 2022/2023 ist sie Co-Leiterin der Sparte Theater Public und Mitglied der Theaterleitung.

MICHAEL AMTMANN

Leitung Kommunikation und Pressesprecher Gasteig München GmbH

Seit 2014 leitet Michael Amtmann die Kommunikation des Gasteig in München, Europas größtem Kulturzentrum. Mit seinen 90 000 Quadratmetern Fläche ist der Gasteig die Heimat der Münchner Philharmoniker, der Münchner Stadtbibliothek, der Münchner Volkshochschule, der Hochschule für Musik und Theater München, mehrerer Festivals sowie mehr als 400 Veranstaltenden. Als Leiter Kommunikation war Michael Amtmann zuständig für die Baukommunikation der beiden Großprojekte „Sanierung Gasteig“ und „Bau des Interimsquartiers Gasteig HP8“. Vor seiner Tätigkeit beim Gasteig war er Kommunikationschef des Filmfest München und arbeitete als Produzent, Autor und Regisseur von Dokumentarfilmen. Michael Amtmann ist Diplom-Journalist und Absolvent der Deutschen Journalistenschule.

MARKUS BLUME

MdL, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst

Markus Blume ist seit Februar 2022 Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst. Zuvor war er von 2018 bis 2022 Generalsekretär der CSU. Dem Bayerischen Landtag gehört Blume seit 2008 an. Er vertritt als direkt gewählter Landtagsabgeordneter den Stimmkreis München Ramersdorf. Der zweifache Familienvater lebt in München. Vor seiner Karriere als Politiker war Blume als Gründer und Vorstand eines mittelständischen Unternehmens tätig.

JENS BREDER

Direktor Kommunikation, Marketing & Sales Deutsche Oper am Rhein

Jens Breder studierte Geschichte und Slawistik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Während seines Studiums arbeitete er als freier Journalist und Werbetexter und war zwischen 1997 und 2000 für den Landesverband Freier Theater in Niedersachsen tätig. Sein erstes Theaterengagement führte ihn 2001 an die Internationale Kulturfabrik Kampnagel in Hamburg, zunächst als Pressesprecher, später als Leiter der neu geschaffenen Abteilung Kommunikation. Nach einer Zwischenstation als Leiter der Abteilung Kommunikation und Marketing am Schauspielhaus Bochum wechselte er im August 2007 in gleicher Position an die Komische Oper Berlin. Im Mai 2012 ging er in die Schweiz und baute als Mitglied der Geschäftsleitung am Konzert Theater Bern die Abteilung Kommunikation, Ticketing und Besucherservice auf. Zu seinen ersten Projekten gehörte die Kommunikation des Sanierungsprojektes „Stadttheater“. Das Baudenkmal aus dem Jahr 1903 wurde nach erfolgreicher Volksabstimmung im November 2013 in verlängerten Schließzeiten zwischen 2014 und 2017 erfolgreich instandgesetzt und modernisiert.

Zur Saison 2017/18 wechselte Jens Breder als Leiter Marketing und Kommunikation an die Deutsche Oper am Rhein. Hier wurde ihm im Oktober 2022 als Direktor Kommunikation, Marketing & Sales zusätzlich die Verantwortung für die Abteilung Verkauf & Service übertragen. Er ist Mitglied des Projektteams „Opernhaus der Zukunft“.

TILMAN CLAAS

Fachanwalt für Vergaberecht, Maître en droit

Sein Studium absolvierte er an der Eberhard-Karl-Universität, Tübingen und der Aix-Marseille Université, Marseille. 2001 wurde er als Anwalt zugelassen und gründete in München die Kanzlei CLASS rechtsanwälte. Seit 2017 ist er Fachanwalt für Vergaberecht und  Lehrbeauftragter für Vergaberecht an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind: Vergaberecht, Architekten- und Ingenieurrecht, Privates Baurecht, Konzeption und Leitung von Inhouse-Schulungen zu vergaberechtlichen, architektenrechtlichen sowie baurechtlichen Themen. Er ist Mitherausgeber des Vergaberechts-Reports und veröffentlicht monatliche Beiträge im Planerrechts-Report.

ANDREAS FUCHS

Architekt, Partner bei HENN

Andreas Fuchs studierte Architektur an der Fachhochschule Regensburg. Nach zwei Jahren freiberuflicher Arbeit nahm er ein Architekturstudium an der Technischen Universität Dresden auf, welches er im Jahr 2000 abschloss. 2002 begann er seine Tätigkeit bei HENN und übernahm nach verschiedenen Stationen innerhalb des Büros 2010 die Leitung des Programming-Teams. Seit 2018 ist er Partner im Büro.

STEPHAN GEHMACHER

Generaldirektor der Philharmonie und des Orchestre philharmonique du Luxembourg

1970 in Salzburg geboren, studierte er Rechtwissenschaften an den Universitäten Wien und Dijon. Während dieses Studiums arbeitete er nebenher als Beleuchtungstechniker und Mitarbeiter des Künstlerischen Betriebsbüros bei den Salzburger Festspielen.

Von 2002 bis 2008 war Stephan Gehmacher Leiter der Künstlerischen Planung der Stiftung  Berliner Philharmoniker. In dieser Funktion verantwortete er neben der Konzertplanung das Tourmanagement des Orchesters und arbeitete an der Einführung des Jugendprogramms sowie der Weiterentwicklung der Medienaktivitäten des Orchesters wesentlich mit. Zuvor war er Assistent von Sir Simon Rattle beim Berliner Philharmonischen Orchester.

Im Jahr 2008 holte Mariss Jansons ihn zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, wo er als Manager die Beziehungen zu herausragenden Dirigenten neu belebt und erfolgreich junge Dirigenten an das Orchester heranführt. Seit September 2013 ist er Generaldirektor der Philharmonie und des Orchestre philharmonique du Luxembourg.

PROF. AA. DIPL. RIBA PART II LYDIA HAACK

Architektin und Stadtplanerin BDA

Lydia Haack absolvierte ihr Studium der Architektur in München und in London. Sie beendete ihr Studium an der renommierten Architectural Association School of Architektur, für das sie ein Stipendium des DAAD erhielt.Bis 1995 arbeitet sie in Großbritannien im Büro Hopkins Architects und gründete 1996 gemeinsam mit ihrem Partner John Höpfner das in München ansässige Architektenbüro Haack + Höpfner Architekten und Stadtplaner BDA. Seit 2011 ist sie Professorin an der Hochschule für Technik Wirtschaft und Gestaltung in Konstanz. Sie unterrichtet im Fachbereich Architektur und Gestaltung in den Lehrgebieten Baukonstruktion, Entwerfen und Konstruktives Entwerfen. Von 2016 bis Juni 2021 war Lydia Haack Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten Bayern e.V. (BDA), dessen Mitglied sie seit 2005 ist. Sie ist Mitglied in den Gestaltungsbeiräten der Städte Bamberg und Lindau (dort seit 2016 als Vorsitzende). Seit 25. Juni 2021 steht Prof. Lydia Haack als Präsidentin an der Spitze der Bayerischen Architektenkammer, in dessen Vorstand sie bereits 2016 gewählt wurde.

JAN DAVID HANRATH

Architekt, Ministerium für Vorstellungskraft

Jan David Hanrath ist ein niederländischer Architekt, der sich seit 2004 auf die Gestaltung von Bibliotheken spezialisiert hat. Er gewann mehrere Preise für die beste Bibliothek in den Niederlanden. Derzeit ist er Teil des Designteams für die neue Zentralbibliothek in Reykjavik (Island) und Berater für den Gasteig in München.

Außerdem ist er Teil einer kreativen Think Tank mit dem Namen Ministerium für  Vorstellungskraft. Das Ministerium hilft Bibliotheken und Architekten dabei, die Bibliothek der Zukunft zu definieren. Eine Zukunft, die sich auf den Prinzipien der Inspiration, Schöpfung und Beteiligung basiert und in der die Zusammenarbeit mit anderen Kulturpartnern im Vordergrund steht.

PROF. PETER HAIMERL

Architekt

Als realisierender Architekt mit eigenem Büro konzentriert sich Peter Haimerl auf Projekte, die die Grenzen konventioneller Architektur überschreiten. Sein Anspruch ist, mit jedem Projekt faszinierende, unkonventionelle Lösungen zu gestalten und Innovationen zu entwickeln. Um dieser konzeptionellen Anforderung gerecht zu werden, ist sein Arbeitsprozess geprägt vom Austausch und der Einbindung verschiedenster Expert:innen. Dabei entstehen ganzheitliche Konzepte, in denen Architektur mit Bereichen wie Computerprogrammierung, Soziologie, Wirtschaft, Politik, Musik oder konzeptioneller Kunst fusioniert. Unter dem Leitmotiv „Mehr Wert mit Geschichte“ widmet sich Peter Haimerl dem Thema Bauen im Bestand. Im Rahmen der von ihm ins Leben gerufenen HAUS.PATEN Bayerwald-Initiative engagiert er sich umfassend für die Baukultur im Bayerwald, wie mit dem Denkerhaus am Schedlberg. Seit dem Wintersemester 2019/20 hat Peter Haimerl eine Professur an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz für die Abteilung Architektur:zoomtown.

Prof. Haimerl wurde vielfach ausgezeichnet. 2023 erhielt er den Denkmalpreis Derzbachhof, 2024 den großen DAI Preis für Baukultur.

JETTE CATHRIN HOPP

Architektin, Snøhetta Architekten Oslo

Jette Cathrin Hopp wuchs mehrsprachig mit Norwegisch, Deutsch und Dänisch auf. Sie studierte Architektur in der Meisterklasse von Prof. Peter Cook und Prof. Enric Miralles an der Städelschule – Academy of Fine Arts und ist Snøhettas Direktorin für Akquisition und neue Projekte in Europa und Großbritannien. Jette Cathrin Hopp ist Mitglied der Geschäftsleitung von Snøhetta. Sie hält regelmäßig Vorträge bei Architektursymposien, Konferenzen und internationalen Institutionen, und ist Juryvorsitzende mehrerer Architekturwettbewerbe und Preise.

Jette Cathrin Hopp ist berufenes Mitglied des Architekturbeirats der Stadt Oslo, Norwegen, und wurde Mai 2023 als Vorsitzende in den Beirat für Stadtgestaltung der Landeshauptstadt Kiel, Deutschland berufen. Beispiele für ihre umfassende Erfahrung sind ihre Rolle als Teamleiterin unter anderem für das Museumsprojekt im King Abdul Aziz Center for Knowledge and Culture in Dharhan, Saudi-Arabien, für die Norwegische Staatsoper und -ballett in Oslo sowie Pilotprojekte für Nachhaltigkeit in Norwegen wie Powerhouse Brattørkaia in Trondheim und die Konzeptphase von Powerhouse Kjørbo in Sandvika, dem weltweit ersten sanierten Plusenergiegebäude.

OONA HORX-STRATHERN

Trend- und Zukunftsforscherin

Oona Horx-Strathern ist seit mehr als 25 Jahren als Trend- und Zukunftsforscherin, Autorin und Beraterin tätig. Sie publiziert den jährlichen Home Report des Zukunftsinstituts – über die Zukunft von Bauen und Wohnen. Darin benennt und analysiert sie regelmäßig die relevanten Trends für Wohnen, Bauen und Architektur. Horx-Strathern versteht sich dabei selbst als eine Erforscherin des Neuen, aber vor allem des Besseren. Es geht ihr um einen frischen (weiblichen) Optimismus hinsichtlich unserer Wohn- und Lebensräume der Zukunft.

Als Trend-Consultant hat sie für Firmen wie Unilever, Beiersdorf und Deutsche Bank gearbeitet. Die Firmen, mit denen Sie langjährige Partnerschaften pflegt, sind im Wohnbereich, im Bausektor oder im Interior Design, aber auch in der Stadtplanung und der Immobilienbranche angesiedelt. Oona Horx-Strathern ist auf internationalen Bühnen eine gefragte Expertin. Ihre Vorträge führten sie von Finnland bis Portugal, von England bis Slowenien zu Architekt:innen-Konferenzen, Universitäten und Konferenzen der Bauindustrie und Design-Branche.

ANNA KLEEBLATT

Kulturmanagerin, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Neues Konzerthaus München

In dem Theater ihrer Eltern großgeworden, war Anna Kleeblatt bereits während ihres Studiums der Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marketing an verschiedenen Musiktheatern tätig. Von 2003 bis 2005 war sie bei der Bundesgartenschau München für die Neupositionierung innerhalb der Bereiche Marketing, Werbung und Merchandising tätig. Von 2006 bis 2012 setzte sich Anna Kleeblatt an der Bayerischen Staatsoper als Leitung für Vermarktung, Vertrieb und Steuerung Development für den Ausbau der internationalen Vertriebsaktivitäten ein und war für die Betreuung des Marketings sowie für die Planung und Steuerung der Auslastung von Opern- und Konzertveranstaltungen zuständig.

Seit 2012 ist Anna Kleeblatt als selbstständige Unternehmensberaterin für Kulturinstitutionen und -unternehmen in den Bereichen Marketing, Sales und Service tätig. Sie ist seit 2024 Vorsitzende des Vorstands Stiftung Neues konzerthaus München. Als Initiatorin des Faust-Festival München erhielt sie die Auszeichnung der Europäischen Trendmarke des Jahres 2018.

Anna Kleeblatt organisiert das Symposium „Kulturbauten der Zukunft“.

MARKUS KORSELT

Geschäftsführender Intendant des Stuttgarter Kammerorchesters

Seit Markus Korselt 2017 als Geschäftsführender Intendant zum Stuttgarter Kammerorchester (SKO) wechselte, macht das SKO neben seinem Kernrepertoire mit zahlreichen innovativen Projekten auf sich aufmerksam: Als erstes deutsches Orchester klimaneutral, als erstes deutsches Orchester Nutzung von Tablets statt Papiernoten, 2023 Doppel-Live-Hologrammkonzert mit dem Tschechischen Nationalballett sowie zahlreiche Projekte im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.

2024 wird das von ihm initiierte „Konzertforum am Neckar“ als Heimstätte mehrerer musikalischer Institutionen und als neues musikalisches Zentrum Stuttgarts mit einem finanziellen Volumen von netto 100 Mio. Euro auf Antrag des Gemeinderats beschlussreif. Vor dem Wechsel zum SKO leitete er als Geschäftsführer die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik sowie die Meister- und Kammerkonzerte Innsbruck. Als Dirigent arbeitet  er zusammen u. a. mit den führenden deutschen Kammerorchestern, dem Ungarischen Kammerorchester, Akademie für Alte Musik Berlin, L´arte del mondo, Lautten Compagney Berlin und dem Shanghai Philharmonic Orchestra.

REGULA LÜSCHER

Die Stadtmacherin

Seit 2022 betreibt Regula Lüscher als Expertin für Architektur, Stadtplanung, Management und Frauenförderung wieder ein eigenes, international tätiges Büro. Sie schöpft aus ihrem reichen, internationalen Erfahrungsschatz und verbindet ihr großes Fachwissen als Architektin und Stadtplanerin mit ihrer praktischen Erfahrung als langjährige Führungsperson an der Spitze von Verwaltung und Politik im In- und Ausland. Sie kennt die Herausforderungen, die sich an Führungs- und Nachwuchskräfte in der heutigen Zeit stellen, ebenso wie die aktuellen Themen der Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels und den besonderen sozialen Herausforderungen wachsender und schrumpfender Städte und Regionen. Sie ist Brückenbauerin zwischen der Welt der Politik und Verwaltung, der Welt der Projektentwicklung und der Bevölkerung sowie als Dozentin zwischen Lehre und Praxis.

FRAUKE ROTH

Sprecherin der Dresdner Intendantenrunde und Mitglied der Internationalen Konzerthauskonferenz

Frauke Roth wurde nach einem Engagement als Flötistin bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen 1998 Managerin des Ensemble Oriol Berlin. Im Jahr 2000 etablierte sie dieses Ensemble als Hausorchester des neu eröffneten Nikolaisaals in Potsdam. 2015 wurde sie Intendantin der Dresdner Philharmonie. Sie entwickelte das Betreiber- und Bespielungskonzept für den neuen Konzertsaal im Kulturpalast Dresden, der 2017 eröffnet wurde. Unter ihrer Leitung übernahm die Dresdner Philharmonie auch die Fremdvermietung des Konzertsaales. In ihrer Amtszeit erweiterte und profilierte sie sowohl das Konzertangebot der Dresdner Philharmonie und der Philharmonischen Chöre als auch Vermittlungsformate. Neue Konzertformen wie phil zu entdecken und die Öffnung für Film, Weltmusik und Jazz gehen auf ihre Initiative zurück.

Seit ihrem Amtsantritt wuchsen die Besucherzahlen der Dresdner Philharmonie deutlich. Besonders im Rahmen der konzertanten Aufführungen von Opern, aber auch im Zusammenhang von Familienkonzerten u. a. wurden die Möglichkeiten des Konzertdesigns weiterentwickelt. Ein flexibles Preisgefüge ermöglicht allen Generationen und Schichten den Konzertbesuch. 2022 wurde die Konzertreihe abgeFRACKt etabliert, die sich barrierefrei und mit der optionalen Konzertbegleitung durch eine App des großen Zuspruchs eines konzertunerfahrenen Publikums erfreut. 2023 wurde auf ihre Initiative hin im Rahmen des Förderprogramms „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschlands“ ein großes Nachhaltigkeitsprojekt im Kulturpalast realisiert. Frauke Roth ist Sprecherin der Dresdner Intendantenrunde und Mitglied der Internationalen Konzerthauskonferenz.

STEPHAN SCHÜTZ

Architekt, gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner

Stephan Schütz studierte Architektur an der TU Braunschweig. Nach dem Diplom kam 1994 er zu gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner, wo er seit 2006 Partner ist. Seit 2009 leitet Schütz regelmäßig Workshops an der von ihm mitinitiierten Academy for Architectural Culture (aac). Zu seinen wichtigsten Projekten zählen die Neue Weimarhalle in Weimar, das Neue Tempodrom in Berlin, die Christliche Kirche in Peking, das Bürohaus CYTS Plaza in Peking, die Grand Theater in Qingdao und Tianjin, das Chinesische Nationalmuseum in Peking, das Universiade Sports Center in Shenzhen, Umbau und Sanierung des Kulturpalastes Dresden sowie die Isarphilharmonie Gasteig HP8 in München.

DR. MARTINA TAUBENBERGER

Beauftragte für Kunst und Kultur Werksviertel-Mitte

Martina Taubenberger studierte in Bamberg, Chicago und München Amerikanistik, Anglistik und Musikwissenschaft und absolvierte als Saxophonistin ein Kompaktstudium Jazz am Freien Musikzentrum München. 2009 promovierte sie zu „Jazz-Rezeption in Deutschland nach 1945“. Bis 2011 war sie stellvertretende Fachbereichsleiterin Kultur in Heidenheim. Taubenberger ist Beauftragte für Kunst und Kultur des Werksviertel-Mitte in München und künstlerische Leiterin des Programms „Werksviertel-Mitte Kunst“. Sie ist weiterhin für Auftraggeber wie das Gewandhaus zu Leipzig, die Elbphilharmonie Hamburg, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Brandenburg oder den Fonds Soziokultur tätig und begleitet Kultureinrichtungen, Unternehmen, Kommunen und Regionen deutschlandweit als Beraterin, Kuratorin und Konzeptentwicklerin.

BERNHARD UTZ

Kaufmännischer Direktor des Salzburger Landestheaters

Bernhard Utz stammt aus Landshut in Niederbayern. Bereits während des Dramaturgiestudiums an der Bayerischen Theaterakademie in München begann seine Theatertätigkeit unter anderem als Dramaturg, Beleuchtungsaushilfe, Regieassistent und Kartenverkäufer. Ab 2005 leitete er für zwei Jahre den Zentralen Kartenverkauf der Bayerischen Staatstheater in München. Anschließend wechselte er als Consultant zur Unternehmensberatung actori mit den Schwerpunkten Kultur und Bildung. 2009 übernahm er an den Staatstheatern Stuttgart die Direktion für Kommunikation und Vertrieb im Bereich der Geschäftsführenden Intendanz. Seit 2018 ist er Kaufmännischer Direktor des Salzburger Landestheaters.

DR. RAPHAEL VON HOENSBROECH

Intendant und Geschäftsführer am Konzerthaus Dortmund

Dr. Raphael von Hoensbroech ist seit der Spielzeit 2018/19 Intendant und Geschäftsführer am Konzerthaus Dortmund. Zuvor war er seit 2013 Geschäftsführender Direktor am Konzerthaus Berlin. Er studierte Musikwissenschaft, Philosophie sowie Schuld- und Urheberrecht und promovierte über Felix Mendelssohn-Bartholdy. Neben dem Studium bildete er sich zum Dirigenten aus. Von 2005 bis 2013 arbeitete Hoensbroech als Unternehmensberater für die Strategieberatung The Boston Consulting Group (BCG). Für Unternehmen entwickelte er zudem einen Orchester-Workshop, der das Thema Führen aus der Perspektive des Dirigenten beleuchtet.

MATHIEU WELLNER

Moderation, Mediator, Architekt

Mathieu Wellner, geboren 1972 in Paris, ist diplomierter Architekt und Mediator. Er hat an zahlreichen Projekten, Planungsverfahren, Ausstellungen und Publikationen gearbeitet und außerdem an verschiedenen Universitäten gelehrt und geforscht. Er widmet er sich den Themen Baukultur, Architektur, Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit praktisch, akademisch und politisch.

MAX WAGNER

Geschäftsführer der Beisheim Stiftung

Max Wagner ist seit Anfang 2024 Geschäftsführer der Beisheim Stiftung. Gemeinsam mit Ulf Matysiak ist er für die strategische Ausrichtung der Stiftung und das operative Tagesgeschäft verantwortlich. Vor seinem Wechsel zur Beisheim Stiftung war Max Wagner über sieben Jahre Geschäftsführer der Gasteig München GmbH. Er verantwortete dort die Planung der Generalsanierung des Kulturzentrums und die Suche, den Bau und den Umzug in das 2021 eröffnete Interimsquartier Gasteig HP8 samt Isarphilharmonie. Davor war der studierte Jurist und Sänger geschäftsführender Direktor des Münchner Gärtnerplatztheaters und von 2005 bis 2011 geschäftsführender Intendant des Stuttgarter Kammerorchesters. Max Wagner engagiert sich in der Kulturszene unter anderem im Hochschulrat der Hochschule für Musik und Theater München, als Stiftungsvorstand der Stiftung zur Förderung des Stuttgarter Kammerorchesters, im Kuratorium des Hidalgo-Festivals München und bei der International Society for the Performing Arts.